Aufruf zur RegionalGestalt 2021

Aufruf zur RegionalGestalt 2021

Mach mit beim interdisziplinären Kunstpreis der Region

Was ist die Region RheinMain? Was macht sie aus? Was gehört dazu? Was macht sie einzigartig? Gestalter*innen und Künstler*innen der Region werden mit einer offenen Ausschreibung dazu eingeladen, die Region durch kreative, gestalterische Mittel zu erfassen, zu bearbeiten, zu deuten, zu reflektieren und darzustellen. Die Herangehensweise, die Aspekte und Formate sind frei wählbar. Die Bewerber*innen müssen sich mit einem künstlerischen Beitrag sowie einem erklärenden kurzen Konzepttext vorstellen.

Eine hochrangige, interdisziplinär besetzte Jury wählt 20 Bewerber*innen für die zweite Runde aus. Die ausgewählten Bewerber*innen präsentieren ihre Ideen in einer Werkstatt, und bilden dort interdisziplinäre Tandems. Die Tandems arbeiten an einem gemeinsamen Konzept zur RegionalGestalt, einer Gestalt, in der sich die RheinMain-Region erkennt, sich findet, sich spiegelt. Die so entstehenden Werke werden in einer Ausstellung präsentiert und die Jury verleiht den Preis der RegionalGestalt.

Das Preisgeld beträgt 3.000 EUR und wird gemäß Juryentscheid verteilt.

Die Ideen, Werke und Ergebnisse werden dokumentiert und in einem Buch beim gutleut verlag veröffentlicht.

 

Ablauf

Die Ausschreibung richtet sich hauptsächlich an Studierende, sowie Künstler*innen und Gestalter*innen im RheinMain Gebiet. Das Ziel der Weltdesignhauptstadt Frankfurt RheinMain im Blick ist das zentrale Thema, welches durch kreative, gestalterische Mitteln erfasst, bearbeitet, gedeutet, reflektiert und dargestellt werden soll. Die Herangehensweise, die Aspekte und Formate sind frei wählbar. Die Bewerber*innen müssen sich mit einem künstlerischen Beitrag (einem Zitat, einem Foto, einem Gegenstand, einem Schriftstück, einem Musik-, oder Medienbeitrag) sowie einem erklärenden Konzepttext von max 500 Wörtern vorstellen.

Ein Videoaufruf ist hier zu finden https://youtu.be/W6kjMYCxkX8

Download Info-PDF zur Ausschreibung

  • Einsendeschluss ERSTE RUNDE 13.12.2020 23:59 Uhr

Die Jury wählt 20 Bewerber*innen für die zweite Runde aus, hierbei wird auf die Diversität der Disziplinen geachtet. Die ausgewählten Bewerber*innen präsentieren ihre Ideen in einer Werkstatt, wo sich im gegebenen Rahmen interdisziplinäre Paare für die weitere Zusammenarbeit finden.

BILDUNG INTERDISZIPLINÄRE TANDEMS

  • Treffen am 15.12.20 von 18 – 20 Uhr
  • Alle 20 Ausgewählten müssen vor Ort (ev. online) Ihr Konzept darstellen. In einem gemeinsamen Prozess werden die interdisziplinären Tandems gebildet. In der zweiten Phase arbeiten die interdisziplinären Tandems an einem gemeinsamen Konzept zur RegionalGestalt,einer Gestalt, in der sich die RheinMain-Region erkennt, sich findet, sich spiegelt. Die so entstandenen Werke werden in einer Ausstellung präsentiert und die Jury verleiht den Preis der RegionalGestalt im Februar/März 2021.
  • Bis Juni 2021 soll das Buch gemeinsam mit dem gutleut verlag erarbeitet werden.

Jury

Prof. Dr. Theo Steiner, Designtheorie
hochschule RheinMain /wiesbaden
Der Philosoph und Ausstellungsmacher Theo Steiner ist seit 2014 Professor für Designtheorie im Studiengang Kommunikationsdesign an der Hochschule RheinMain. In Lehre und Forschung beschäftigt er sich mit aktuellen Fragen der visuellen Kulturen, der Sachkultur und der Medientheorie. Theo Steiner betreut seit zehn Semestern die Werkschau und präsentiert die Ausstellung der Abschlussarbeiten an den unterschiedlichsten Orten im Wiesbadener Stadtraum. Zuletzt konzipierte er den Masterstudiengang Crossmedia Spaces, der auf das raumbezogene crossmediale Gestalten ausgerichtet ist.

Prof. Verena Kuni, Visuelle Kultur
goethe universität /frankfurt
Verena Kuni ist Kunst-, Medien- und Kulturwissenschaftlerin und Professorin für Visuelle Kultur an der Goethe-Universität Frankfurt a. M. In Forschung, Lehre, Projekten und Publikationen beschäftigt sie sich mit Transfers zwischen materialen und medialen Kulturen; Medien der Imagination; Technologien der Transformation; Do It Yourself und Critical Making; Spielzeug und/als Werkzeug; Visueller Epistemologie, Informationsdesign und (Kon)Figurationen des Wissens; Urbanen Biotop(i)en und TechnoNaturKulturen; Alternate Realities und Anderen Zeiten.

Prof. Il-Ryun Chung, Musik
akademie für tonkunst /darmstadt
1985-1989 studierte Chung bei Carlo Domeniconi Gitarre und Komposition, fortgeführt von 1989-1996 an der HdK Berlin bei Prof. Jolyon Brettingham-Smith. In der gleichen Zeit bekam er bei Kim Duk-Soo Unterricht in traditioneller koreanischer Percussionsmusik (SamulNori). Neben seiner Konzerttätigkeit als Solo-Gitarrist und Trommlerbegleiter in der koreanischen Epengesangsform PanSori und natürlich der Kompositionsarbeit gründete er zusammen mit Matthias Leupold 1997 das Duo für Violine und Gitarre "saitenwege". Der Komponist Il-Ryun Chung lebt und arbeitet heute in Darmstadt und Berlin.

Prof. Anja Stöffler, Digitale Gestaltung
hochschule mainz /mainz
Anja Stöffler leitet das Institut für Mediengestaltung, forscht und realisiert Projekte für Museen und die Film- und Medienbranche. Sie unterrichtet an der Hochschule in Mainz im Bereich Animation, digitale dynamische Medien und Motion-Graphics. Sie ist Mitbegründerin und Kuratorin in den Bereichen Kunst und Design und organisiert das internationale Medienfestival MOTYF mit Festivalorten Mainz, Warschau, Dublin und 2021 in Wellington/Neuseeland. Zuvor war sie in führenden Positionen für die Sender RTL, Arte und ZDF tätig und leitete in Folge das Experience Network bei Razorfish Frankfurt.

Prof. Kerstin Cmelka, Performance
hochschule für gestaltung /offenbach
Kerstiin Cmelka arbeitet als bildende Künstlerin, Filmemacherin und Performerin. Sie ist Professorin für Performance im erweiterten Feld an der HfG Offenbach/Main und lebt und arbeitet in Berlin und Offfenbach.

Michael Wagener, Künslter und Verleger
gutleut verlag
Michael Wagener, geboren 1966 in Morsbach/Sieg, studierte Philosophie, Kunstgeschichte und Germanistik an der Frankfurter Goethe-Universität und im Anschluss Bildhauerei und Fotografie an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main.
Seit 1992 zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland sowe Publikationen. 1997 gründete er den gutleut 15 ausstellungsraum in Frankfurt am Main und  – zunächst begleitend und dann als eigenständiges Projekt folgend – 2002 den gutleut verlag, in dessen Programm er als Herausgeber und Gestalter unterschiedliche Bild-Text-Konzepte entwickelt und diese neu auslotet. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt 2020 den Sonderpreis des Hessischen Verlagspreis. Er lebt und arbeitet als Künstler, Gestalter, Verleger und Autor in Frankfurt am Main.

Jula-Kim Sieber, Architektin und Musikerin
Werkbundakademie Darmstadt
Jula-Kim Sieber, geb 1979 in Frankfurt am Main. Studium der Architektur in Dresden und Madrid. Langfristige Reisen und Arbeitsaufenthalte in Europa, Südamerika, Afrika und Asien. 2008 - 2012 Lehrbeauftragte an der TU Darmstadt. 2011 initiierte sie die interdisziplinäre Sommerakademie PoolPlay mit künstlerischem Forschen zu Raum und Zeit. Seit 2013 spielt sie als julakim zeitgenössische Weltmusik. Lebt und arbeitet als Architektin und Musikerin in Darmstadt.

Hintergrund

Künstlerische Forschung ist der Werkbundakademie Darmstadt ein Anliegen, um schlummernde Potenziale zu entdecken und innovative Lösungsansätze zu generieren. In diesem Sinne vergibt die Werkbundakademie seit 2000 den Kunstpreis der Stadtfotografie, indem der Ansatz der künstlerischen Forschung mit der Auseinandersetzung des räumlichen Umfeldes – mit der Stadt Darmstadt – verbunden wird. Im Prozess der Initiative zur Bewerbung Frankfurt RheinMain als Weltdesignhauptstadt kam der Gedanke, durch einen ähnlichen, impulsgebenden Kunstpreis Gestalter*innen und Künstler*innen in den aktuellen Diskussionen über die Region Frankfurt RheinMain einzubinden. Die offene Ausschreibung soll neue künstlerische Zugänge, Deutungen und Darstellungen der Region hervorbringen, und somit Anstöße zu den Diskussionen über die Region.