Darmstadt 2030+: Markt der Ideen

3.9.2016: „Du bist dran! Dein Markt der Ideen.“

03.08.2016, 15:00 Uhr - 03.09.2016, 19:00 Uhr

Der Arbeitskreis Kulturelle Mitte Darmstadt wird am "Markt der Ideen" am 3. September 2016 im "das blumen" teilnehmen. Die Gruppe wird sich mit ihrer ersten Broschüre und dem Faltblatt darstellen und die Bürgerinnen und Bürgern der Stadt zum Austausch über die Zukunft der Innenstadt anregen. U.a. auch dabei ist die Kreative Darmstadt.

Veranstaltungsort: das blumen, Hügelstraße 77
Datum: 3. September 2016, 13.00 - 17.00 Uhr

Weitere Informationen: www.darmstadt.de/weiterdenken2030

Das Projekt "Kulturelle Mitte Darmstadt" hat seinen Ausgang genommen bei der Beobachtung, dass im Zuge des Wiederaufbaus der Darmstädter Innenstadt nach der Zerstörung 1944 zwar eine ökonomisch funktionsfähige Innenstadt mit Einkaufszonen, Parkhäusern und großzügigen Straßen entstanden ist, aber die kulturellen Einrichtungen der Stadt weitgehend an den Rand gedrängt worden sind.

Das Projekt "Kulturelle Mitte Darmstadt" strebt dem gegenüber eine Stadtmitte an, in der die verschiedenen Funktionen der Innenstadt ausgeglichen, attraktiv und angenehm sind. Betrachtet wurde anfangs der Bereich "Rund ums Schloss". Mit der Benennung von 15 möglichen Projekten kam die gesamte Innenstadt in den Blick. Es geht jetzt auch nicht mehr allein darum, die kulturellen Einrichtungen einzubeziehen, sondern auch darum, die Innenstadt architektonisch und städtebaulich aufzuwerten. Damit richtet sich der Blick auch auf die städtebauliche Prägung der vorhandenen Stadt. Das Projekt "Kulturelle Mitte Darmstadt" betrifft im Wesentlichen die Altstadt, die alte Vorstadt und die neue Vorstadt (Moller-Stadt).

Es geht darum, den Verlust an Urbanität, der durch die einseitige Ausrichtung der Innenstadt entstanden ist, auszugleichen. Vielleicht ist es dieser Verlust, der viele, die Darmstadt besuchen und es vorher nicht kannten, zu dem Urteil kommen lässt, dass diese Stadt erschreckend zerrissen ist. Ein Besucher äußerte einmal: "Darmstadt - das sind breite, lange Straßen. Aber wo ist die Stadt?" Die Arbeitsgruppe "Kulturelle Mitte Darmstadt" möchte hier eine Art Heilungsprozess einleiten.

Erste Ergebnisse wurden 2012 in Form einer 20seitigen Broschüre (Perspektiven für die Kulturelle Mitte Darmstadt) und danach im April 2014 mit einem Faltplan DA+ vorgelegt. In diesem wurden für 15 Leitprojekte aus dem Bereich der Innenstadt konkrete Anregungen und Wünsche für die Gestaltung beschrieben. Der Faltplan wurde in einer Podiumsdiskussion am 3.4.2014 in der Centralstation präsentiert. Das Projekt stieß auf großes Interesse.

In diesem Jahr haben sich Studierende dieses Themas angenommen
. Als ersten Schritt konnten die Fachgruppen Freiraumplanung im Fachbereich Architektur der Technischen Universität Darmstadt und der Hochschule Geisenheim gewonnen werden, das Projekt als Grundlage für die Sommer-Semesterarbeit 2016 herauszugeben. In drei Schritten (Analyse/Bürgerbefragung/Vertiefender Entwurf) haben insgesamt 60 Studierende sich dem Thema gewidmet. Ergebnisse daraus sollen im Herbst 2016 den Bürgern in einer öffentlichen Präsentation vorgestellt und darüber diskutiert werden.

Aus dem Arbeitskreis der Kulturellen Mitte Darmstadt beschäftigt sich z. Zt. eine kleine Gruppe mit der Ausarbeitung eines Handbuchs und kritischen Stadtführers für das Gebiet der Kulturellen Mitte Darmstadt. Darin enthalten sind eine topografische Beschreibung des Gebietes mit kritischen Anmerkungen und anregenden Verbesserungsvorschlägen zur Gestaltung des öffentlichen Raums.

Das Handbuch soll eine Kurzbeschreibung der vielfältigen Kulturellen Institutionen im Gebiet enthalten, außerdem Entwurfsideen der Studenten s.o., Planungskonzepte für die Innenstadt seit 1945 (geplant), ein "Glossar" zu Stichworten wie "Kunst im Öffentlichen Raum", Kongresszentrum oder Informations- und Orientierungssystem und darüber hinaus auch Dokumente aus dem bisherigen Arbeitsprozess KMD und Übersichtskarten. Das Buch soll im Herbst 2017 erscheinen.

Wolfgang Lück, Friedhelm Kühn, Hans-Henning Heinz, Jochen Rahe - 11.9.2016